… oder warum wir uns so sehr auf unseren Promi-Gast Udo Gartenbach beim vierten Gründerpokern in Hamburg freuen!
Beim Event in Hamburg gibt es einen besonderen Gast. Udo Gartenbach. Deutschlands bekanntester Pokerkolumnist (laut der Bild) und der Dieter Bohlen des Pokerns (laut der Süddeutschen) wird mitspielen. Und er bringt für die ersten fünf Seat Opens ein signiertes Exemplar seines Skandalbuches „Mau Mau ist was für Tunten“ mit.
Max vom Gründerpokern traf Udo vorab zu einem kleinen Gespräch. Bei Rotwein; natürlich.

Udo Gartenbach ist Jahrgang 1961 und der bekannteste deutsche Poker-Kolumnist. Ursprünglich kommt er aus der Werbebranche. Er lebt in Hamburg und hat eine Frau, einen Sohn und einen Hund. Hobbies: Pokern, Essen und Rotwein.
Max: Udo, wir freuen uns auf dich in Hamburg.
Udo Gartenbach: Dito.
Max: Du bist ja nun nicht mehr wirklich im „Gründeralter“, warum kommst Du trotzdem ?
Udo Gartenbach:Geld. Wegen dem Honorar, was Du mir zahlst.
Max: Honorar? Da musst Du was missverstanden haben. Es gibt kein Geld.
Udo Gartenbach: Oh, dann werde ich wohl an dem Tag krank sein. Nein, ernsthaft. Ich finde es ein sehr gelungene Idee, Business, New Business und Kontaktschaffung mit Poker zu verbinden. Networking par excellence.
Max: Du siehst Poker ja eher von der entspannteren Art.
Udo Gartenbach: Ja, bei mir steht definitiv der Spaß-Faktor im Vordergrund. Nicht nur beim Pokern, sondern auch im Leben. Und so bin ich auch mein Berufsleben angegangen.
Max: Du warst ja ein erfolgreicher und bekannter Werber und Marketingguru. Nun machst Du auf Poker-Journalist …
Udo Gartenbach: Na, ja, Journalist ist etwas zu hoch gegriffen, so würde ich das nicht nennen. Und, mein Hauptberuf ist definitiv ein anderer: Papa, Hausfrau, Hundeherrchen, Ehemann. Und Lebenskünstler.
Max: Passt das zu jemanden, der MauMau-Spieler als Tunten bezeichnet?
Udo Gartenbach: So viel zum Thema “Spaß-Faktor”…
Max: Apropos Spaß. Du bist ja nachgewiesenermassen der Erfinder von Raise und Fold in the Dark. Werden wir das in Hamburg auch erleben ?
Udo Gartenbach: Natürlich, wenn es ein Deepstack-Format ist. Die ersten drei Hände raise ich in the Dark, die vierte Hand fold ich in the Dark, auch wenn ich im Big Blind sitze. Ich kann mit so vielen Chips eh nicht umgehen. Und ich fliege lieber als 30ter raus, und hatte Spass an meinem Tisch. Lieber so, als 12ter zu werden, und 8 Stunden meines Lebens mit irgendwelchen verbissenen und griesgrämigen Menschen verbracht zu haben.
Max: Das hört sich schwer nach Altersweisheit an.
Udo Gartenbach: Ja, ja du junger Hüpfer, das darf ich mir aber auch erlauben. Ich habe meine wilde Jugend und meine Firmengründungen und auch natürlich –schliessungen schon hinter mir. Soviel zum Thema Gründen.
Max: Dein Erscheinungsbild und vor allem Deine Kolumnen sind aber eher jugendlicher Art – ich denke da an so Titel wie fressen.fi**en.pokern…
Udo Gartenbach: Ich bin im Grunde meines Herzens ja auch ein Berufsjugendlicher. Nur der Rücken macht nicht mehr so mit. Und die Augen.
Max: Du hast, wie wir, eine Nische in der Pokerwelt entdeckt und dieses dann vehement besetzt. Auch eine Art Entrepreneur-Tun.
Udo Gartenbach: Am Anfang war das wie so vieles sonst auch relativer Zufall. Wenn man aber dann merkt, dass es irgendwo hingehen könnte, muss man entsprechend handeln. Und trommeln. Letzendlich ist für jedes Business – egal welches Produkt oder welche Dienstleistung ich verkaufen will – Marketing und Kommunikation der entscheidende Faktor zum Glück, sprich zum Erfolg.
Max: Und da scheinst Du ja ein auch nicht untalentierter Selbstdarsteller zu sein. Manchen hassen Dich sogar wegen deiner Omnipräsenz in der Szene. Du bist ja letztes Jahr sogar hinter Stefan Raab als zweitgrösste Luftnummer der Pokerszene gewählt und geehrt worden.
Udo Gartenbach: Ja, Ehre wem Ehre gebührt. Im Ernst, ich bin da entsprechend schmerzfrei. Und altersweise – ich weiss natürlich, wenn ich Unsinn rede oder schreibe, muss ich mich auf Ohrfeigen gefasst machen. Du wirst nie von allen geliebt. Das wäre auch fürchterlich. Und fürchterlich langweilig. Mir reichts, wenn mein Sohn und mein Hund mich lieben. Na, ja, und vielleicht noch ein paar Frauen, natürlich auf rein platonische Weise.
Max: Du hast extrem locker auf diese ja eher negative Auszeichnung reagiert und sie entsprechend sogar für deine Zwecke genutzt.
Udo Gartenbach: Danke für das Kompliment. Aber – ich bin wirklich schmerzfrei in solchen Dingen. Und zurück zu PR und Image: Früher hat man mal gesagt, Klappern gehört zum Handwerk. Ich behaupte schon seit Jahren, dass Klappern das heutige Handwerk ist. Ich kann heute weder erfolgreich Fisch noch Werkzeuge verkaufen oder einen Schnellimbiss betreiben, wenn ich das niemandem mitteile. Oder eine geniale Idee im Netz haben, egal was … Neben einer guten Idee, und viel Engagement und auch Leidenschaft gehört Klappern unbedingt dazu. Und Emotion, das übrigens ist beim Pokern ja nicht anders.
Max: Wir freuen und schon auf Dein Klappern am Pokertisch, wir sehen ja dann, wie gut Du Dich verkaufen wirst. Wir sehen uns im Hamburg. Der Rotwein ist schon geordert.
Udo Gartenbach: Ich freu mich.